Leserbrief zu den Lohnkürzungen II  

Langsam wird die Stadt kaputt- und totgespart

Die Salamitaktik beim Sparen der Politiker in Winterthur ist unfair und unehrlich. Statt zu definieren , welche Dienstleistungen nicht mehr erbracht werden können, wird wieder geplant beim Personal zu sparen. Das ist nicht so unpopulär, wie auf Schulreisen zu verzichten, was ja im Parlament sofort rückgängig gemacht wurde, oder der Vorschlag die Schneeräumung später zu begonnen. Und wenn das „Geisi“ um 18 Uhr schliesst, herrscht nur Kopfschütteln. Doch seit Jahren jagt ein Spar- und Sanierungspaket das andere. Die Budget- und Personalbestände werden reduziert oder nicht den Bedürfnissen entsprechend aufgestockt. Steuererhöhungen werden abgelehnt, aber alle Leistungen müssen immer gleich sofort erbracht werden. Wenn das nicht möglich ist, hämmert die Bevölkerung auf den unmotivierten Beamten (obwohl es diese Spezies schon lange nicht mehr gibt) herum.

Als einzig sichere Massnahme erscheint den Politikern, beim Personal zu sparen, auch wenn das in allen Reden als höchstes Gut bezeichnet wird…! Aber das Personal ist langsam müde, immer als Brandlöscher zu funktionieren. Ãœbrigens frage ich mich, ob dazu wohl eine reduzierte und abgespeckte Mini-Feuerwehr ausreichen wird? Seit Jahren gibt es keine regulären Lohnmassnahmen mehr und ich frage mich, wie die diesjährigen Mitarbeitergespräche geführt werden sollen. Die Vorgesetzten können ja nicht jedes Jahr das Gleiche sagen: „Du arbeitest zwar gut, doch leider muss die Stadt sparen.“ So „erspart“ man sich unmotivierte Mitarbeitende, denn langsam ist das Mass voll

Käti Schneider, pensionierte städtische Mitarbeiterin.

Leserbrief im Landbote vom 21.Juni 2014

Original im PDF HIER

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